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Das Hildegard Fasten ist eine einfache, aber
wirkungsvolle Methode, um den Körper von seinen Gift- und Schlackenstoffen
zu reinigen und die Seele von ihren Belastungen zu befreien. Fasten ist nicht
gleich Hungern. Der Körper bleibt in jedem Fall leistungsfähig und
aktiv, auch beim völligen Verzicht auf feste Nahrung.
Im Rahmen der Hildegard Ernährung gibt es drei
Varianten der Fastenkur:
- Mit Dinkel, Obst und Gemüse fasten
- Brotfasten
- Hildegard-Fasten
Die erste ist zugleich die leichteste Fastenform: Vier
bis sechs Wochen lang ernährt man sich drei mal täglich von Dinkel,
Obst und Gemüse. Diese Diät kann von jedem durchgehalten werden und
ist einfach durchzuführen.
Das Brotfasten dagegen fordert im zweitägigen
Wechsel die normale Hildegard Diät sowie die Reduktionskost, die
ausschließlich aus Dinkelprodukten und Fencheltee besteht.
Das Hildegard-Fasten geht noch einen Schritt weiter: etwa
eine Woche darf nur flüssige Nahrung zu sich genommen werden. Zur Auswahl
stehen Dinkelkaffee, Fenchel und Kräutertee, Suppe und verschiedene
Säfte.
Sollten Sie zum ersten Mal fasten, so wäre es
sinnvoll, mit einer der beiden anderen Varianten zu beginnen oder aber in einer
Gruppe zu fasten. Das erleichtert den Einstieg und verhindert vorzeitiges
Abbrechen.
Bei allen Kuren sollte darauf geachtet werden, daß
man sich eine Stunde pro Tag an der frischen Luft bewegt.
Schauen Sie sich die Angebote
des Hildegard-Zentrums in Allensbach an: dort werden unter sachkundiger Leitung
regelmäßig Fastenkuren verschiedener Art und Länge
durchgeführt.
Weitere Informationen und
Rezepte erhalten Sie natürlich auch bei JURA-Naturheilmittel.
  
Die Praxis des
HILDEGARD-FASTENS
von Dr.
Wighard Strehlow
Einleitung
Das Hildegard-Fasten ist eine einfache
Methode, um den Körper von seinen Gift- und Schlackenstoffen zu reinigen und die
Seele von ihren Belastungen zu befreien. Hildegard empfiehlt das Fasten als
psychotherapeutisches Universalmittel für 29 von 35 seelischen Krankheiten. Die
meisten Leute sind ganz erstaunt, dass sie völlig ohne Essen aktiv, fröhlich und
leistungsfähig sein können. Dabei ist das Fasten eine natürliche Methode. Einige
Tiere sind große Fastenkünstler und verbringen die größten Leistungen im Fasten;
z. B. verkriecht sich die Bärenmutter in ihre Höhle und bringt im Winter meist
zwei Junge zur Welt, die sie, ohne zu fressen und zu trinken, allein aus ihrem
Fett nährt. Putzmunter kommt die Familie Bär im Frühjahr wieder aus ihrer Höhle.
Der Hirsch verzichtet in seiner Brunftzeit auf das übliche Futter, um bei seinen
Hirschkühen für Nachwuchs zu sorgen, wobei er darüber hinaus seine Rivalen meist
unter lebensgefährlichen Kämpfen in die Flucht schlägt.
Genauso ist das Fasten für den Körper
eine Erholung, da er die tägliche Verdauungsarbeit einspart und die frei
werdende Energie für seine Regeneration verwendet. Die Seele erholt sich beim
Fasten, da sie sich der Flut der täglichen Probleme und Gedanken nun besser
widmen kann, weil der Körper entlastet ist. Dadurch ist der Mensch zu geistigen
Höhenflügen fähig, weil alles aus dem Wege geräumt wird, was uns von Gott
trennt.
Die 3
Schwierigkeitsstufen des Fastens
I.
Die leichteste Fastenform
mit Dinkel,
Obst und Gemüse
Das Dinkelfasten erfolgt nach einer 4- bis 6-wöchigen
konsequenten Basisdiät mit Dinkel, Obst und Gemüse und kann von jedermann
durchgehalten werden. Ein Übermaß an tierischem Eiweiß und Milcheiweiß sowie an
fettreichen Speisen ist zu vermeiden. Die Patienten werden darauf hingewiesen,
sich mindestens 1 Stunde pro Tag in irgendeiner Form an der frischen Luft zu
bewegen, wobei auch Tanztherapie, Gymnastik, Atmungs- und Haltungstherapie und
andere bewährte Bewegungstherapien auf dem Tagesplan stehen. Konflikte, Folgen
von Überbelastung, Frustration, Ärger, Angst, Ehrgeiz und anderen Stressformen,
die zu funktionellen und organischen Störungen führen können, müssen in dieser
Zeit durch die Hildegard-Psychotherapie (s. weiter unten) überwunden werden.
Beim Dinkelfasten wird 3mal am Tag Dinkel in irgendeiner Form angeboten, wobei
auch Gemüse, Obst und Salate in der breitestmöglichen Palette, den Jahreszeiten
angepasst, auf dem Tisch erscheinen. Ernährungsplan Dinkelfasten
Morgens:
Habermusvariationen: Schrotbrei, Körner, Porridge, Frühstücksbrötchen
usw.
Mittags:
Dinkelreis, Dinkelnudeln,
Dinkelspätzle, Dinkelgrieß, Dinkelknödel mit Gemüse und Edelkastanien,
Dinkelkopfsalat, Obstsalat.
Abends:
Dinkelschrotbrei, Grießsuppe oder
Dinkelbrot mit Butter bzw. Kräuterkäse.
II.
Das
Brotfasten
Die Dinkelreduktionskost
Bei der
Dinkelreduktionskost isst man in 2-tägigem Wechsel die normale Hildegard-Diät,
an Reduktionstagen ausschließlich Dinkelbrot und Fencheltee, wobei auch
Dinkelkopfsalat zum Mittagessen gereicht werden kann. Auf tierisches Eiweiß,
Milcheiweiß und tierisches Fett (Butter) muss an den Reduktionstagen verzichtet
werden. Von dieser Reduktionskost kann man sich lange Zeit, bis 6 Monate lang,
ohne jegliches Gesundheitsrisiko ernähren. Besonders bei Übergewichtigen und
Bluthochdruckpatienten sowie Stoffwechselkranken ist diese milde Methode sehr
beliebt. Es entsteht weder ein Hungergefühl noch wird der Appetit stimuliert, da
am Reduktionstag nach Bedarf Dinkelbrot und Fencheltee bzw. Dinkelkaffee in
beliebiger Menge zur Verfügung stehen. Aus der großen Erfahrung berühmter
Fastenärzte weiß man, dass Menschen bis zu 10 Jahre lang unter extremen
Bedingungen von Vollkornbrot und Wasser leben können. Da an den Reduktionstagen
keine tierischen Eiweiße oder Fette angeboten werden, ist der Körper gezwungen,
seine eigenen Eiweiß- und Fettspeicher abzubauen, wobei sowohl eine
Gewichtsreduktion als auch eine Entschlackung und Umstimmung bei
ernährungsbedingter Überernährung erfolgen. Ich möchte das Beispiel eines 36
Jahre alten männlichen Fastenpatienten erwähnen, der sich nach einer
Hildegard-Fastenkur entschloss, sein Körpergewicht von 143 Kilo bei einer Größe
von 182 cm durch eine Dinkelreduktionskost weiter zu senken.
Nach 6 1/2 Monaten hatte der Patient
insgesamt 46 Kilo abgenommen und sah strahlend aus wie ein junger Mann.
Zusätzlich brachte ihm diese Kur eine eiserne Disziplin. Ohne Eile und Stress
konnte er jetzt seine Arbeit verrichten, während er früher „nie fertig wurde“.
Ernährungsplan bei
Dinkelreduktionskost Am 1. Tag normale Hildegard-Küche mit Dinkel, Obst und
Gemüse, also abwechslungsreiche Mischkost, wobei auch Fleisch und Milcheiweiß
als Beilagen gereicht werden können.
Am Reduktionstag:
Morgens:
Habermus mit Apfelkompott, Zimt und
Dinkelkaffee
Mittags:
Dinkelkopfsalat, Dinkelreis,
Dinkelgrießsuppe, Dinkelschrotbrei, Dinkelnudeln ohne Ei
Abends:
Dinkelbrot und Fencheltee
III.
HILDEGARD
- FASTEN
Das Hildegard-Fasten ist die
schwierigste Fastenform
Daher sollte es am besten nicht allein, sondern – vor
allem, wenn man das erste Mal fastet – gemeinsam mit anderen durchgeführt
werden. Es besteht darin, nichts zu essen, sondern 8 bis 10 Tage nur ein Fastengetränk zu sich zu nehmen, das nach dem Subtilitätsprinzip, d. h. nach dem
Heilwert der Nahrungsmittel, ausgesucht wird:
-
Dinkelkaffee, Fenchel- und
Kräutertee
-
Dinkelgrieß-Gemüse-Suppe und
-
Obstsäfte, z. B. Apfel- oder
Traubensaft, mit Fencheltee vermischt.
Der Fastenbeginn mit
Ingwergewürzmischung
Mit der Ingwergewürzmischung erreicht
man bei allen Hildegard - Fastenformen ein mildes Umschalten auf die körpereigene
Selbstversorgung aus den Schlacken des Bindegewebes, wobei nur die schlechten
Säfte den Körper verlassen und die guten erhalten bleiben.
Am ersten Fastentag lässt man zwei
Teelöffel morgens noch nüchtern, am besten im Bett, langsam im Munde zergehen;
noch vor dem Trinken von Dinkelkaffee oder Fencheltee.
Der
Fastenernährungsplan
Morgens:
Man beginnt den Tag bei dieser
Fastenkur damit, dass man Dinkelkaffee oder Fencheltee trinkt, eventuell gesüßt
mit 1 TL Honig.
Mittags:
Mittags trinkt man eine
Dinkelfastenbrühe (Dinkelgrießsuppe) mit viel Gemüse. Das folgende
Rezept gilt für 2 Personen:
Dinkelfastenbrühe
300 g Gemüse
(Fenchelknollen, grüne Bohnen, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel), Wasser, 2
EL Dinkelgrieß, gehackte Kräuter (Petersilie, Beifuß, Gundelrebe, Liebstöckel,
Menge nach Geschmack), Gewürze (Bertram, Quendel, Galgant, Muskat, Menge nach
Geschmack), 1 Prise Salz
Das Gemüse fein schneiden, bei offenem
Topf in wenig Wasser dünsten und pürieren. Dinkelgrieß 5 Minuten in 1 l Wasser
aufkochen. Püriertes Gemüse dazugeben, kurz aufkochen, würzen und mit Salz
abschmecken.
Abends:
Abends trinkt man Fencheltee
mit Apfelsaft oder eine Dinkelkörnerbrühe.
Dinkelkörnerbrühe
300 g Gemüse
(Fenchelknolle, Sellerie, Bohnen, Karotten, Rote Beete, Petersilienwurzel), 1
Tasse Dinkelkörner, Kräuter und Gewürze s. o., 1 l Wasser
Das fein geschnittene Gemüse und die
übrigen Zutaten (Kräuter erst kurz vor Ende der Garzeit zugeben) werden 20
Minuten im Wasser aufgekocht. Das Ganze absieben und die Flüssigkeit warm
trinken.
Nach der Fastenkur
bewährte Rezepte aus der Hildegard-Küche:
Selleriecremesuppe
250 g Sellerie, 1 l
Gemüsebrühe, 1 l Wasser,
1 EL Butter, 40 g
Dinkelmehl, 1 EL Sahne,
Salz, 1 Prise Zucker,
Pfeffer, Bertram, gehackte Sellerieblätter
Den geschälten Sellerie in Scheiben
schneiden und gleich danach mit dem Wasser zum Kochen bringen (um das
Braunwerden zu verhindern). Nach dem Aufwallen auf kleiner Stufe weiter köcheln
lassen. Den weich gekochten Sellerie pürieren. Aus Butter, Dinkelmehl und etwas
Selleriebrühe eine Suppenschwitze bereiten. Restliche Brühe dazugeben und
nochmals aufkochen lassen. Mit Salz, Zucker, Pfeffer, Bertram abschmecken. Vor
dem Servieren mit Sahne verfeinern und mit gehackten Sellerieblättern bestreuen.
(W. Strehlow: Die
Ernährungstherapie der hl. Hildegard, Lüchow Verlag).
Hühnerbrüste mit
Weinblättern
4 Hühnerbrüste, 8
Weinblätter, 1TL Galgantwurzel geschnitten, 1/2 Fenchelknolle, 1 Zwiebel, 1
Karotte, 1 Knoblauchzehe, 1 Tasse Weißwein und 1 Tasse Hühnerbouillon oder 2
Tassen Weißwein, Salz, Pfeffer, Bertram
Für die Beize die fein geschnittene
Zwiebel und Karotte andünsten und mit Wein und Hühnerbrühe ablöschen. Fein
geschnittene Galgantwurzel, fein geschnittene Fenchelknolle und gepresste
Knoblauchzehe dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Bertram abschmecken.
Die Hühnerbrüstchen enthäuten,
entbeinen und halbieren. Jedes Stück mit einem Weinblatt umwickeln und für 2 bis
12 Stunden in die Beize legen. Die Brüstchen samt der Beize in einer feuerfesten
Glasform bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen. Die Hühnerbrüstchen warm stellen,
die Sauce mit Dinkelmehl binden und über die Hühnerbrüste gießen. Dinkelspätzle
dazu servieren. Fenchelsalat
750 g Fenchelgemüse (kleinere Knolle),
1/2 Bund Petersilie (glatte), 1/8 l trockener Weißwein, 1/2 l Wasser, Salz, 1 TL
Rohrzucker, 3 EL Weinessig, 4 EL Sonnenblumenöl, Bertram, etwas schwarzer
Pfeffer Harte Stiele und Kraut von den Fenchelknollen entfernen, das Kraut aber
aufheben. Fenchel waschen und halbieren. Wasser,Wein, Salz und Zucker aufkochen,
Fenchel hineinlegen und halbweich garen lassen (ca. 15 Min.). Fenchel abtropfen
und abkühlen lassen. Fenchelkraut und Petersilie klein zerhacken. Die halbierten
Fenchelknollen jeweils in vier Streifen schneiden, auf eine tiefe Platte setzen
und mit Essig, Öl, den zerhackten Kräutern, Pfeffer und Gewürzen anrichten.
Variation: Man kann auch rohen
Fenchelsalat bereiten, wofür man dann die einzelnen Fenchelblätter in kleine
Streifen schneidet und mit einer Salatgrundsauce (Zitronen- oder Essigmarinade)
oder Joghurtsauce anrichtet. Das klein gehackte Fenchelkraut zum Garnieren
benützen. Eignet sich sehr gut für Fischgerichte.
(Wighard Strehlow: Die
Ernährungstherapie der heiligen Hildegard, Lüchow Verlag.)
Bratäpfel zum
Fastenbrechen
4 säuerliche Äpfel, 2
EL gemahlene Mandeln, 2 EL Honig, 1 TL Zimt Kerngehäuse ausstechen und die
Öffnung mit einer Mischung aus Mandeln, Honig und Zimt füllen. Im Backofen bei
200 Grad weich backen.
Literatur:
-
W. Strehlow: Ernährungstherapie
der Hildegard von Bingen, Lüchow Verlag
-
W. Strehlow: Hildegard-Heilkunde
von A–Z, Droemer & Knaur Verlag
Die echte
HILDEGARD-FASTENSUPPE
Originalzubereitung nach Dr. Hertzka®
DINKELSUPPE mit viel
Gemüse
Glas mit 270 g für 4,5 l
Art.-Nr. 257

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