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"Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein"
(Hippokrates, griech. Arzt)
Bereits die Griechen wußten um die Heilkraft der
Natur. Etwa 1300 Jahre nach Hippokrates beschrieb Hildegard von Bingen ihre
Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit.
Die Hildegard von Bingen-Heilkunde basiert auf der Annahme, daß Lebensmittel
gleichzeitig auch immer Heilmittel darstellen. Die Ernährungslehre kann
als Kur bei verschiedensten Krankheiten angewandt oder zu einer dauernden
Lebenseinstellung gemacht werden. Man kann die Lehre der Hildegard von Bingen,
die sich als ganzheitliche Lehre versteht, in Ihren sechs Lebensregeln
folgendermaßen zusammenfassen:
- Beim Essen und Trinken muß auf die
natürlichen Heilkräfte der Lebensmittel, von Hildegard
"Subtilität" genannt, geachtet werden.
- Regelmäßiges Entschlacken des Körpers.
- Ruhe und Bewegung müssen in einem vernünftigen
Gleichgewicht stehen, ebenso
- Wachen und Schlafen zur Regeneration des Organismus.
- Seelische Abwehrkräfte können durch
Selbsterkennung aktiviert werden.
- Lebensenergie aus den vier Weltelementen schöpfen:
Feuer, Wasser, Luft und Erde durch positive Natur-Erlebnisse und
natürliche Heilmittel.
Wichtigstes Nahrungsmittel ist der Dinkel, der an
Vitaminen, Aminosäuren und Spurenelementen jede andere Getreidesorte
übertrifft. Er kann in verschiedenen Formen, z.B. als Brot, Brei, Suppe
oder Kaffee zu sich genommen werden.
Ebenso wichtig sind verschiedene Gemüsesorten, allerdings immer
gedünstet, nie als Rohkost. Typische Sorten sind beispielsweise Fenchel,
Edelkastanien, Sellerie, Bohnen und Möhren. (Rezepte)
Fleisch wird mäßig und je nach Jahreszeit genossen. Schweinefleisch
ist tabu. Fisch ist dagegen immer empfehlenswert. (Rote Liste der
Küchengifte)
Bei der Hildegard-Ernährungslehre ist zu beachten, daß zu
Lebenszeiten Hildegards Pflanzen wie Tomaten, Kartoffeln und exotische
Früchte noch nicht bekannt waren; sie deren Wirkung auf den Körper
also nicht beschreiben konnte. In aktuellen Ratgebern wird dennoch auf diese
Lebensmittel Bezug genommen.

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